Zollaussetzungen und Zollkontingente: Wichtige Änderungen und Fristen für 2027

Die EU bereitet neue Zollaussetzungen und Zollkontingente für den 1. Juli 2027 vor. Unternehmen sollten insbesondere die Einwendungsfristen beachten. Zusätzlich ist eine Verlängerung bestehender Zollkontingente für bestimmte Fischereierzeugnisse bis Ende 2027 vorgesehen.

EINFUHR & HANDELSMASSNAHMEN

Die Europäische Union ermöglicht für bestimmte Waren die vollständige oder teilweise Aussetzung der regulären Einfuhrzölle. Insbesondere für Unternehmen, die Rohstoffe, Halbfertigwaren oder Komponenten aus Drittstaaten beziehen, können sich dadurch erhebliche Kostenvorteile ergeben.

Im Oktober 2026 wurden neue Entwicklungen für das Jahr 2027 bekannt gegeben.

Neue Antragsrunde für Zollaussetzungen und Zollkontingente

Die Europäische Kommission hat die für den 1. Juli 2027 vorgesehenen Anträge auf autonome Zollaussetzungen und Zollkontingente veröffentlicht. Unternehmen können prüfen, ob ihre Waren von den beantragten Maßnahmen betroffen sind. Wichtige Frist: 15. Dezember 2026

Bis zu diesem Termin können Einwendungen gegen die beantragten Maßnahmen über die zuständigen nationalen Stellen eingebracht werden. Dies ist insbesondere für Unternehmen interessant, die vergleichbare Waren innerhalb der EU herstellen und durch eine Zollaussetzung wirtschaftliche Nachteile befürchten.

Die Anträge und weitere Informationen sind über die Datenbank der Europäischen Kommission zu autonomen Zollaussetzungen und Zollkontingenten zugänglich.

Zollkontingente für Fischereierzeugnisse bis Ende 2027

Die EU hat außerdem die bestehenden autonomen Zollkontingente für bestimmte Fischereierzeugnisse bis 31. Dezember 2027 verlängert. Diese ermöglichen die Einfuhr bestimmter Waren zu ermäßigten oder ausgesetzten Zollsätzen, sofern die jeweiligen Voraussetzungen erfüllt sind und die verfügbaren Kontingentsmengen nicht ausgeschöpft wurden. Die Begünstigungen sind insbesondere für Unternehmen der Fischverarbeitung von Bedeutung.

Rechtsgrundlagen: Verordnung (EU) 2026/2446 und Verordnung (EU) 2023/2720.