Antidumping: Neue Verfahren und Überprüfungen für Waren aus China

Die EU-Kommission überprüft bestehende Antidumpingzölle auf Aluminium und Walzdraht aus China. Zudem wurde ein neues Antidumpingverfahren für Furfurylalkohol eingeleitet.

ANTIDUMPING & SCHUTZMASSNAHMEN

Die EU-Kommission hat im Oktober 2026 zwei Auslaufüberprüfungen bestehender Antidumpingmaßnahmen sowie ein neues Antidumpingverfahren für Waren mit Ursprung in China eingeleitet.

Flachgewalzte Aluminiumerzeugnisse

Betroffen sind insbesondere Aluminiumbleche, -platten und -bänder der KN-Positionen 7606 und 7607. Die bestehenden Antidumpingzölle betragen je nach Hersteller 14,3 % bis 24,6 %.

Walzdraht

Die Überprüfung betrifft warmgewalzte Stangen und Stäbe in ungleichmäßig aufgewickelten Rollen, insbesondere der KN-Positionen 7213 und 7227. Der Antidumpingzoll beträgt grundsätzlich 24 %, für einen bestimmten Hersteller gilt ein ermäßigter Zollsatz von 7,9 %.

Die bestehenden Antidumpingzölle auf Aluminium und Walzdraht bleiben während der Auslaufüberprüfungen weiterhin in Kraft.

Furfurylalkohol

Am 16. Oktober 2026 hat die EU-Kommission ein neues Antidumpingverfahren für Furfurylalkohol mit Ursprung in China eingeleitet.

Betroffen ist Furfurylalkohol (CAS 98-00-0), derzeit eingereiht unter ex KN 2932 13 00 (TARIC 2932 13 00 30).

Aus diesem neuen Verfahren ergeben sich derzeit noch keine Antidumpingzölle. Die Kommission beabsichtigt jedoch, die zollamtliche Erfassung der Einfuhren anzuordnen, um unter bestimmten Voraussetzungen eine spätere rückwirkende Erhebung von Antidumpingzöllen zu ermöglichen.

Quellen